Standsicherheit

Nach DIN EN 12566 ist eine ausreichende Standsicherheit von Kleinkläranlagen gegeben, wenn diese über ihre gesamte Lebensdauer die Beanspruchungen aus Handhabung, Einbau und Betrieb, wie zum Beispiel Wartung und Schlammentnahme, aufnehmen können. Hierbei darf es weder zu einem Einsturz des Behälters, noch zu größeren Verformungen in einem unzulässigen Umfang kommen. Anzusetzende Einwirkungen sind Erdlasten, Wasserdruck und Verkehrslasten infolge der Begehung durch Personen

Einwirkungen auf einen zylindrischen Behälter
  • p: Verkehrslast
  • wa: Wasserdruck infolge Grundwasser
  • wi: Innerer Wasserdruck
  • eoh: Horizontaler, aktiver Erddruck
  • eohp: Erddruck infolge der Verkehrslast p
 

Die Standsicherheit kann nach DIN EN 12566 entweder durch einen rechnerischen Nachweis oder durch die Anwendung eines in Anhang C der Norm vorgegebenen Prüfverfahrens erfolgen. Die Art des Prüfverfahrens ist hierbei von dem Behältermaterial abhängig. Der Hersteller kann eigenständig entscheiden, welches Verfahren für den Nachweis der Standsicherheit angewendet werden soll. Hierbei ist es zulässig den ungünstigsten Behälter einer Baureihe rechnerisch nachzuweisen oder zu prüfen. Die Wahl des ungünstigsten Behälters für eine Baureihe ist für jeden Einzelfall in Abhängigkeit von der Ausführung und den Einbaubedingungen sorgfältig zu prüfen und nachvollziehbar zu dokumentieren.

 

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