Materialprüfungen

Dipl.-Ing. Daniel Verschitz

Head of Material Testing
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So unterschiedlich wie die möglichen Reinigungsverfahren, so vielfältig sind die in der Norm aufgeführten Behältermaterialien für Kleinkläranlagen. Vom klassischen Stahlbeton, über faserverstärkte Kunststoffe bis hin zum Edelstahl erstreckt sich die Bandbreite der zulässigen Werkstoffe.

Alle Materialien, bzw. die daraus gefertigten Behälter und Tanks, müssen ihre Brauchbarkeit hinsichtlich des Verwendungszwecks nachweisen. Dazu gehören neben der Prüfung der Standsicherheit und Wasserdichtheit auch der Nachweis des Brandverhaltens, der Dauerhaftigkeit sowie ein Auslaugversuch um eventuelle Gefährliche Stoffe nachzuweisen.

Die PIA GmbH hat in ganz Europa Partner und Kooperationsstellen und bietet die entsprechenden Materialprüfungen sowie die geforderte Expertise, wenn gewünscht auch im europäischen Ausland, an.

Aktuelle News

 

News

Leitlinien für die technische Leistungsprüfung von dezentralen Kläranlagen in China

PIA GmbH und CWEG (China Water Environment Group) bereiten für den chinesischen Verband der Umweltschutzindustrie ein Projekt zur Erstellung von "Leitlinien für die technische Leistungsprüfung von dezentralen Kläranlagen" vor.

Besuchen Sie water-health-research.de für weitere Informationen.

Liste der nach EN 12566-7 geprüften Hersteller und ihrer Produkte (dritte Reinigungsstufe)

Eine Liste der Hersteller und ihrer Produkte, welche die Prüfung nach EN 12566-7 erfolgreich durchlaufen haben, finden Sie ab sofort in der Kategorie EN 12566-Prüfungen / Teil 7!

Neue gesetzliche Entwicklungen in Frankreich für Kleinkläranlagen

Für Hersteller von Kleinkläranlagen könnten sich schon bald die Anforderungen an die Zulassung ihrer Produkte in Frankreich ändern. Derzeit liegt folgender Erlass bei den entsprechenden Behörden in Brüssel zur Abstimmung vor:

„Erlass zur Änderung des Erlasses vom 7. September 2009 zur Festlegung der technischen Vorschriften für private Abwasserentsorgungsanlagen, die eine organische Verschmutzung mit einer Bruttolast von weniger als oder gleich 1,2 kg/T an BSB5 aufnehmen, und des Erlasses vom 27. April 2012 über die Modalitäten für die Durchführung der Kontrollen von privaten Abwasserentsorgungsanlagen.“
[https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/tris/fr/search/?trisaction=search.detail&year=2020&num=123]

Dieser Erlass bezieht sich im Wesentlichen auf nicht CE-kennzeichnungsfähige Anlagen.
Laut Artikel 8 gelten für Anlagen folgende Bedingungen:

Zur Sicherstellung der Behandlung umfasst die Anlage

  • eine vor Ort montierte oder vorgefertigte Erstbehandlungsvorrichtung;
  • eine Zweitbehandlungsvorrichtung mit Nutzung der Reinigungskraft des Bodens.

Dies betrifft ausschließlich Anlagen nach EN 12566-2 (Bodeninfiltrationssysteme) oder EN 12566-5 (Filtrationsanlagen für vorbehandeltes häusliches Schmutzwasser). Der Erlass regelt u.a. Anforderungen an das Prüfprogramm (insgesamt 44 Wochen), die Abwasservorbehandlung sowie Zulauf- und Ablaufkonzentrationen.

Für alle Anlagen nach hEN 12566 Teil 3 oder Teil 6 gilt die in Anhang 3 des Erlasses beschriebene vereinfachte Bewertung. Die Grundlage für die Bewertung bildet das 38-wöchige Prüfprogramm entsprechend der Ersttypenprüfung der Norm. Die vereinfachte Bewertung regelt u.a.:

  1. Es ist eine durchgeführte Normprüfung ohne Entschlammung nachzuweisen.
  2. Es gibt ein neues Auswerteverfahren für die Ablaufkonzentrationen für die Parameter BSB5 und AFS bei dem der Wert Lsup berechnet werden muss (Lsup = m 1,34 x s; m = Mittelwert; s  = Standardabweichung - Details siehe Anhang 3 des Erlasses)
  3. Die Bewertung der Zulaufqualität, welche bisher nur den Parameter BSB5 umfasste, sieht nun die zusätzliche Bewertung der Parameter CSB und AFS vor.