CE-Prüfungen nach EN 12566

Die Basis für einen erfolgreichen Markteintritt in Europa ist die CE-Kennzeichnung Ihrer Anlagen. Hierzu findet die Normreihe der Norm EN 12566 Anwendung. Fünf der sieben Normteile sind harmonisiert und mit unserer Unterstützung können Sie entsprechend dieser Norm eine Leistungserklärung erstellen und Ihr Produkt mit dem CE-Kennzeichen versehen. Damit sind die Kleinkläranlagen in ganz Europa legal handelbar.

DIN EN 12566

 

Die EN Norm 12566 gliedert sich in mehrere Teile, in denen die jeweiligen Prüfungsgrundlagen festgelegt sind:

Aktuelle News

 

News

Leitlinien für die technische Leistungsprüfung von dezentralen Kläranlagen in China

PIA GmbH und CWEG (China Water Environment Group) bereiten für den chinesischen Verband der Umweltschutzindustrie ein Projekt zur Erstellung von "Leitlinien für die technische Leistungsprüfung von dezentralen Kläranlagen" vor.

Besuchen Sie water-health-research.de für weitere Informationen.

Liste der nach EN 12566-7 geprüften Hersteller und ihrer Produkte (dritte Reinigungsstufe)

Eine Liste der Hersteller und ihrer Produkte, welche die Prüfung nach EN 12566-7 erfolgreich durchlaufen haben, finden Sie ab sofort in der Kategorie EN 12566-Prüfungen / Teil 7!

Neue gesetzliche Entwicklungen in Frankreich für Kleinkläranlagen

Für Hersteller von Kleinkläranlagen könnten sich schon bald die Anforderungen an die Zulassung ihrer Produkte in Frankreich ändern. Derzeit liegt folgender Erlass bei den entsprechenden Behörden in Brüssel zur Abstimmung vor:

„Erlass zur Änderung des Erlasses vom 7. September 2009 zur Festlegung der technischen Vorschriften für private Abwasserentsorgungsanlagen, die eine organische Verschmutzung mit einer Bruttolast von weniger als oder gleich 1,2 kg/T an BSB5 aufnehmen, und des Erlasses vom 27. April 2012 über die Modalitäten für die Durchführung der Kontrollen von privaten Abwasserentsorgungsanlagen.“
[https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/tris/fr/search/?trisaction=search.detail&year=2020&num=123]

Dieser Erlass bezieht sich im Wesentlichen auf nicht CE-kennzeichnungsfähige Anlagen.
Laut Artikel 8 gelten für Anlagen folgende Bedingungen:

Zur Sicherstellung der Behandlung umfasst die Anlage

  • eine vor Ort montierte oder vorgefertigte Erstbehandlungsvorrichtung;
  • eine Zweitbehandlungsvorrichtung mit Nutzung der Reinigungskraft des Bodens.

Dies betrifft ausschließlich Anlagen nach EN 12566-2 (Bodeninfiltrationssysteme) oder EN 12566-5 (Filtrationsanlagen für vorbehandeltes häusliches Schmutzwasser). Der Erlass regelt u.a. Anforderungen an das Prüfprogramm (insgesamt 44 Wochen), die Abwasservorbehandlung sowie Zulauf- und Ablaufkonzentrationen.

Für alle Anlagen nach hEN 12566 Teil 3 oder Teil 6 gilt die in Anhang 3 des Erlasses beschriebene vereinfachte Bewertung. Die Grundlage für die Bewertung bildet das 38-wöchige Prüfprogramm entsprechend der Ersttypenprüfung der Norm. Die vereinfachte Bewertung regelt u.a.:

  1. Es ist eine durchgeführte Normprüfung ohne Entschlammung nachzuweisen.
  2. Es gibt ein neues Auswerteverfahren für die Ablaufkonzentrationen für die Parameter BSB5 und AFS bei dem der Wert Lsup berechnet werden muss (Lsup = m 1,34 x s; m = Mittelwert; s  = Standardabweichung - Details siehe Anhang 3 des Erlasses)
  3. Die Bewertung der Zulaufqualität, welche bisher nur den Parameter BSB5 umfasste, sieht nun die zusätzliche Bewertung der Parameter CSB und AFS vor.